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Wechselwirkungs-Check
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Die aufgeführten Arzneimittel sind ein Leitfaden und gelten nicht als umfassende Liste aller möglichen Arzneimittel, die mit  PAXLOVIDTM in Wechselwirkung treten können. Der medizinische Betreuer sollte für umfassende Informationen entsprechende Referenzen konsultieren. Bei Fragen oder für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen Vertreter über: Pfizer Pharma GmbH ​​​​​​​Tel: +49 (0)30 550055-51000

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Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Arzneimittelklasse

Arzneimittel innerhalb der Klasse (AUC-Veränderung,Cmax- Veränderung) 

Klinische Hinweise

α1-Adrenorezeptor-Antagonisten

↑Alfuzosin

Erhöhte Plasmakonzentrationen von Alfuzosin können zu schwerer Hypotonie führen. Daher ist Alfuzosin kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Amphetamin-Derivate

Amphetamin
​​​​​​​

Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel, inhibiert wahrscheinlich CYP2D6, und infolgedessen ist zu erwarten, dass sich die Konzentrationen von Amphetamin und seinen Derivaten erhöhen. Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Paxlovid wird eine sorgfältige Überwachung auf Nebenwirkungen empfohlen.

Analgetika


↑Buprenorphin (57 %, 77 %), ↑Norbuprenorphin (33 %, 108 %)​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Der Anstieg der Plasmakonzentrationen von Buprenorphin und seinen aktiven Metaboliten führte bei Opioid-toleranten Patienten nicht zu klinisch signifikanten pharmakodynamischen Veränderungen. Deshalb ist eine Dosisanpassung von Buprenorphin bei gleichzeitiger Anwendung möglicherweise nicht notwendig.
​​​

Analgetika

↑Pethidin, ↑Propoxyphen

Erhöhte Plasmakonzentrationen von Norpethidin und Propoxyphen können zu einer schweren Atemdepression oder hämatologischen Abweichungen führen. Daher ist die gleichzeitige Anwendung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Analgetika

↓Piroxicam

Verringerte Piroxicam-Exposition aufgrund der CYP2C9-Induktion durch Paxlovid.

Analgetika

↑Fentanyl

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, inhibiert CYP3A4. Es ist zu erwarten, dass die Plasmakonzentration von Fentanyl steigt. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirkungen und der Nebenwirkungen (einschließlich Atemdepression) bei gleichzeitiger Anwendung von Fentanyl mit Ritonavir wird empfohlen.

Analgetika

↓Methadon (36 %, 38 %)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, kann aufgrund der Induktion der Glucuronidierung eine Dosiserhöhung von Methadon notwendig werden. In Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen des Patienten auf die Methadon-Therapie muss eine Dosisanpassung in Betracht gezogen werden.​​​​​​​​​​​​​

Analgetika 

↓Morphin


Aufgrund der Induktion der Glucuronidierung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, der Morphinspiegel erniedrigt werden.

Antianginöse Arzneimittel

↑Ranolazin​​​​​​​



​​​​​​​


Es ist zu erwarten, dass sich die Serumkonzentration von Ranolazin aufgrund der CYP3A-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung mit Ranolazin ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antiarrhythmika

↑Amiodaron,
↑Bepridil,
↑Dronedaron,
↑Encainid,
↑Flecainid,
↑Propafenon,
​​​​​​​↑Chinidin
​​​​​​​
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Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir kann die Plasmakonzentrationen von Amiodaron, Bepridil, Dronedaron, Encainid, Flecainid, Propafenon und Chinidin erhöhen und ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antiarrhythmika

↑Digoxin
​​​​​​​​​​​​

Diese Wechselwirkung könnte auf eine Veränderung des P-gp-vermittelten Digoxin-Effluxes durch Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, beruhen.​​​​​​​

Antiasthmatika

↓Theophyllin (43 %, 32 %)
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir kann durch eine CYP1A2-Induktion eine erhöhte Dosis von Theophyllin erforderlich sein.
​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Afatinib
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Die Serumkonzentration erhöht sich möglicherweise aufgrund der akuten Inhibition des Brustkrebs- Resistenzproteins (BCRP) und des P-gp durch Ritonavir. Das Ausmaß der Erhöhung von AUC und Cmax ist abhängig vom Zeitpunkt der Anwendung von Ritonavir. Vorsicht ist bei der Anwendung von Afatinib mit Paxlovid geboten (siehe Fachinformation zu Afatinib). Patienten sind auf Afatinib-assoziierte Nebenwirkungen hin zu überwachen.​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Abemaciclib

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration ist möglicherweise aufgrund der CYP3A4-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Abemaciclib und Paxlovid sollte vermieden werden. Wenn eine gleichzeitige Anwendung als unvermeidbar angesehen wird, müssen die Empfehlungen zur Dosisanpassung in der Fachinformation zu Abemaciclib berücksichtigt werden. Patienten sind auf Abemaciclib- assoziierte Nebenwirkungen hin zu überwachen.​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Apalutamid

​​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Apalutamid ist ein mäßiger bis starker CYP3A4-Induktor. Dies kann zu einer verringerten PF-07321332/ Ritonavir-Exposition und einem möglichen Verlust des virologischen Ansprechens führen. Darüber hinaus kann die Serumkonzentration von Apalutamid ansteigen, wenn Apalutamid gleichzeitig mit Ritonavir angewendet wird, was zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen einschließlich Krampfanfällen führen kann. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Apalutamid wird nicht empfohlen.​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Ceritinib
​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration von Ceritinib erhöht sich möglicherweise aufgrund der CYP3A- und der P-gp-Inhibition durch Ritonavir. Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Ceritinib mit Paxlovid. Empfehlungen zur Dosisanpassung siehe Fachinformation zu Ceritinib. Patienten sind auf Ceritinib-assoziierte Nebenwirkungen hin zu überwachen.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Dasatinib,
↑Nilotinib,
↑Vincristin,
​​​​​​​↑Vinblastin
​​​​​​​​​​​

​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration kann bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir ansteigen und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Encorafenib
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Wenn Encorafenib gleichzeitig mit Ritonavir angewendet wird, ist die Serumkonzentration möglicherweise erhöht, wodurch das Toxizitätsrisiko, einschließlich des Risikos schwerwiegender Nebenwirkungen, wie der Verlängerung des QT-Intervalls, erhöht sein kann. Die gleichzeitige Anwendung von Encorafenib und Ritonavir sollte vermieden werden. Überwiegt der Nutzen das Risiko und Ritonavir muss angewendet werden, müssen die Patienten sorgfältig überwacht werden.

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Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Fostamatinib​​​​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Fostamatinib mit Ritonavir kann die Exposition des Fostamatinib- Metaboliten R406 erhöhen, was zu dosisabhängigen Nebenwirkungen wie Hepatotoxizität, Neutropenie, Hypertonie oder Diarrhö führen kann. Bei Auftreten solcher Nebenwirkungen sind die Empfehlungen zur Dosisreduktion in der Fachinformation zu Fostamatinib zu beachten.
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Ibrutinib​​​​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Aufgrund der CYP3A4- Inhibition durch Ritonavir kann es zu einem Anstieg der Serumkonzentration von Ibrutinib und infolgedessen zu einem erhöhten Risiko von Toxizitäten, einschließlich des Risikos eines Tumorlysesyndroms, kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Ibrutinib und Ritonavir ist zu vermeiden. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt und Ritonavir angewendet werden muss, ist die Ibrutinib-Dosis auf 140 mg zu senken und der Patient engmaschig auf Toxizitäten zu überwachen.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Neratinib
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration ist möglicherweise aufgrund der CYP3A-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Neratinib ist kontraindiziert, da das Risiko für schwerwiegende und/ oder lebensbedrohliche Reaktionen einschließlich Hepatotoxizität erhöht ist (siehe Abschnitt 4.3).
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Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

↑Venetoclax
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Aufgrund der CYP3A-Inhibition durch Ritonavir kann es zu einem Anstieg der Serumkonzentration und infolgedessen zu einem erhöhten Risiko für ein Tumorlysesyndrom bei der Therapieeinleitung und während der Dosiseskalation kommen. Daher ist Venetoclax kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und Fachinformation zu Venetoclax). Bei Patienten, die die Dosiseskalation abgeschlossen haben und auf eine konstante Venetoclax-Tagesdosis eingestellt sind, sollte die Venetoclax-Dosis um mindestens 75 % verringert werden, wenn gleichzeitig starke CYP3A-Inhibitoren angewendet werden (siehe Dosierungsanleitung der Fachinformation zu Venetoclax).
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antikoagulanzien

↑Rivaroxaban (153 %, 53 %)​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Inhibition von CYP3A und P-gp führt zu erhöhten Plasmaspiegeln und pharmakodynamischen Effekten von Rivaroxaban, die zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen können. Aus diesem Grund wird die Anwendung von Ritonavir bei Patienten, die Rivaroxaban erhalten, nicht empfohlen.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antikoagulanzien

↑Vorapaxar
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration ist möglicherweise aufgrund der CYP3A-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Vorapaxar mit Paxlovid wird nicht empfohlen (siehe Fachinformation zu Vorapaxar).​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antikoagulanzien

Warfarin, ↑↓S-Warfarin (9 %, 9 %), ↓↔R-Warfarin (33 %)

​​​​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir führt die Induktion von CYP1A2 und CYP2C9 zu einer Erniedrigung des R-Warfarin-Spiegels, während nur geringfügige Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von S-Warfarin beobachtet wurden. Erniedrigte R-Warfarin-Spiegel können zu einer verminderten Antikoagulation führen. Deshalb wird die Überwachung der Antikoagulationsparameter bei gleichzeitiger Anwendung von Warfarin mit Ritonavir empfohlen. ​​​​​​​​​​​​​

Antikonvulsiva

Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin
​​​​​​​​​​​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin sind starke CYP3A4-Induktoren. Dies kann zu einer verringerten PF-07321332- und Ritonavir-Exposition und einem möglichen Verlust des virologischen Ansprechens führen. Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin mit Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
​​​​​​

Antikonvulsiva

↓Divalproex,
Lamotrigin,
​​​​​​​Phenytoin
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, induziert die Oxidation durch CYP2C9 und die Glucuronidierung. Als Folge wird eine Erniedrigung der Plasmakonzentrationen dieser Antikonvulsiva erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der Serumkonzentration oder der therapeutischen Wirksamkeit bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Ritonavir wird empfohlen. Phenytoin kann die Serumkonzentration von Ritonavir erniedrigen.​​​​​​​​​​​​​

Antidepressiva

↑Amitriptylin,
Fluoxetin,
Imipramin,
Nortriptylin,
Paroxetin,
​​​​​​​Sertralin

​​​​​​​​​​​​​​

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Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel, inhibiert wahrscheinlich CYP2D6, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Konzentrationen von Imipramin, Amitriptylin, Nortriptylin, Fluoxetin, Paroxetin oder Sertralin erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel, wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Antidepressiva

↑Desipramin (145 %, 22 %)
​​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die AUC und die Cmax des 2-Hydroxy-Metaboliten wurden um 15 % bzw. 67 % erniedrigt. Eine Dosisreduktion von Desipramin wird bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir empfohlen.
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Arzneimittel gegen Gicht

↑Colchicin​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir wird ein Anstieg der Colchicin-Konzentration erwartet. Lebensbedrohliche und tödliche Wechselwirkungen wurden von Patienten berichtet, die mit Colchicin und Ritonavir (CYP3A4- und P-gp-Inhibition) behandelt wurden. Die gleichzeitige Anwendung von Colchicin mit Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

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Antihistaminika

↑Astemizol
​​​​​​​↑Terfenadin​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Erhöhte Plasmakonzentrationen von Astemizol und Terfenadin. Dadurch erhöht sich das Risiko schwerer Herzrhythmusstörungen durch diese Wirkstoffe. Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist daher kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antihistaminika

↑Fexofenadin
​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, kann den P-gp-vermittelten Efflux verändern und die Fexofenadin- Konzentration steigern.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antihistaminika

↑Loratadin
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, inhibiert CYP3A, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Loratadin erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Loratadin mit Ritonavir wird empfohlen.
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Antiinfektiva

↑Rifabutin (4-fach, 2,5-fach), ↑25-O-desacetyl Rifabutin-Metabolit (38-fach, 16-fach)
​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Aufgrund des starken Anstiegs der AUC von Rifabutin kann die Reduktion der Rifabutin-Dosierung auf 150 mg dreimal pro Woche bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, indiziert sein.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Antiinfektiva

↓Voriconazol (39 %, 24 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Voriconazol und Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, sollte vermieden werden, es sei denn, die Nutzen-Risiko-Abwägung rechtfertigt die Anwendung von Voriconazol.

Antiinfektiva

↑Ketoconazol (3,4-fach, 55 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir hemmt den CYP3A-vermittelten Metabolismus von Ketoconazol. Aufgrund eines erhöhten Auftretens von gastrointestinalen und hepatischen Nebenwirkungen muss eine Dosisreduktion von Ketoconazol bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir in Betracht gezogen werden.

Antiinfektiva

↑Itraconazol, ↑Erythromycin​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, hemmt CYP3A4, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Itraconazol und Erythromycin erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin oder Itraconazol mit Ritonavir wird empfohlen.

Antiinfektiva

↓Atovaquon​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, induziert die Glucuronidierung. Als Folge wird eine Erniedrigung der Plasmakonzentration von Atovaquon erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der Serumkonzentration oder der therapeutischen Wirksamkeit bei gleichzeitiger Anwendung von Atovaquon mit Ritonavir wird empfohlen.

Antiinfektiva

↑Bedaquilin​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Wechselwirkungsstudien, in denen nur Ritonavir angewendet wurde, sind nicht verfügbar. Aufgrund des Risikos von Nebenwirkungen, die mit Bedaquilin in Zusammenhang stehen, sollte die gleichzeitige Anwendung vermieden werden. Falls der Nutzen das Risiko überwiegt, muss die gleichzeitige Anwendung von Bedaquilin mit Ritonavir mit Vorsicht erfolgen. Eine häufigere Überwachung des Elektrokardiogramms und der Transaminasen wird empfohlen (siehe Fachinformation zu Bedaquilin).

Antiinfektiva

Delamanid​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Wechselwirkungsstudien, in denen nur Ritonavir angewendet wurde, sind nicht verfügbar. In einer Wechselwirkungsstudie bei gesunden Probanden mit 100 mg Delamanid zweimal täglich und 400/100 mg Lopinavir/ Ritonavir zweimal täglich für 14 Tage erhöhte sich die Exposition gegenüber dem Delamanid-Metaboliten DM-6705 um 30 %. Aufgrund des Risikos einer QTc-Verlängerung assoziiert mit DM-6705 und falls die gleichzeitige Einnahme von Delamanid zusammen mit Ritonavir als notwendig erachtet wird, wird eine sehr häufige EKG-Überwachung während der gesamten Delamanid-Behandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.4 und Fachinformation zu Delamanid).

Antiinfektiva

↑Clarithromycin (77 %, 31 %), ↓14-OH-Clarithromycin- Metabolit (100 %, 99 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Aufgrund der großen therapeutischen Breite von Clarithromycin ist bei Patienten mit normaler Nierenfunktion keine Dosisreduktion erforderlich. Clarithromycin- Dosierungen, die mehr als 1 g pro Tag betragen, dürfen nicht zusammen mit Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik, verabreicht werden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte folgende Dosisanpassung berücksichtigt werden: Reduktion der Clarithromycin- Dosis um 50 % bei einer Kreatinin-Clearance von 30 bis 60 ml/min, Reduktion der Clarithromycin- Dosis um 75 % bei einer Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min. 

Antiinfektiva

Sulfamethoxazol/ Trimethoprim​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Eine Dosierungsänderung von Sulfamethoxazol/ Trimethoprim während der gleichzeitigen Ritonavir-Behandlung ist nicht notwendig.

Antiinfektiva

↑Fusidinsäure​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir führt wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen sowohl von Fusidinsäure als auch von Ritonavir und ist daher kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antiinfektiva

Rifampicin​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Rifampicin ist ein starker CYP3A4-Induktor. Dies kann zu einer verringerten PF-07321332/ Ritonavir-Exposition und einem möglichen Verlust des virologischen Ansprechens führen. Die gleichzeitige Anwendung von Rifampicin mit Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

HIV-Arzneimittel

↑Efavirenz (21 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Eine höhere Nebenwirkungsrate (z. B. Schwindelgefühl, Übelkeit, Parästhesien) und abnormale Laborwerte (erhöhte Leberenzyme) konnten bei gleichzeitiger Anwendung von Efavirenz mit Ritonavir beobachtet werden.

HIV-Arzneimittel

↑Maraviroc (161 %, 28 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir erhöht die Serumkonzentration von Maraviroc infolge der CYP3A- Inhibition. Maraviroc kann zusammen mit Ritonavir angewendet werden, um die Maraviroc-Exposition zu erhöhen. Für weitere Angaben siehe Fachinformation zu Maraviroc.

HIV-Arzneimittel

↓Raltegravir (16 %, 1 %)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir und Raltegravir resultiert in einer geringfügigen Abnahme der Raltegravir- Plasmakonzentrationen.

HIV-Arzneimittel

↓Zidovudin (25 %, ND)​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir induziert möglicherweise die Glucuronidierung von Zidovudin. Dies äußert sich in einer leichten Erniedrigung der Zidovudin-Plasmakonzentrationen. Eine Dosisanpassung sollte nicht notwendig sein.

Antivirale Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis-C- Infektionen

↑Glecaprevir/ Pibrentasvir​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration ist möglicherweise aufgrund der P-gp-, BCRP- und OATP1B-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/ Pibrentasvir und Paxlovid wird wegen des erhöhten Risikos eines Anstiegs der Alanin-Aminotransferase (ALT) durch eine erhöhte Glecaprevir- Exposition nicht empfohlen.

Antipsychotika

↑Clozapin,
​​​​​​​↑Pimozid​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Clozapin oder Pimozid erhöhen und ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antipsychotika

↑Haloperidol,
↑Risperidon,
​​​​​​​↑Thioridazin​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir hemmt wahrscheinlich CYP2D6, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Konzentration von Haloperidol, Risperidon und Thioridazin erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel, wird empfohlen.

Antipsychotika

↑Lurasidon​​​​​​​​​​​​
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Es ist zu erwarten, dass sich die Plasmakonzentration von Luradison aufgrund der CYP3A- Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung mit Luradison ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antipsychotika

↑Quetiapin​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Es ist zu erwarten, dass sich die Plasmakonzentration von Quetiapin aufgrund der CYP3A-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Quetiapin ist kontraindiziert, da sie die Quetiapin-bedingte Toxizität erhöhen kann (siehe Abschnitt 4.3).

β2-Agonist (lang wirksam)

↑Salmeterol
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir inhibiert CYP3A4, und infolgedessen wird eine deutliche Erhöhung der Plasmakonzentration von Salmeterol erwartet. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.

Calciumkanalblocker

↑Amlodipin,
↑Diltiazem,
​​​​​​​↑Nifedipin​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel, inhibiert CYP3A4, und als Folge davon wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Calciumkanalblockern erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Ritonavir wird empfohlen.

Endothelin- Rezeptor- Antagonisten

↑Bosentan​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Bosentan und Ritonavir kann möglicherweise die maximale Steady-State-Konzentration (Cmax) und AUC von Bosentan erhöhen.

Endothelin- Rezeptor- Antagonisten

↑Riociguat​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die Serumkonzentration erhöht sich möglicherweise aufgrund der CYP3A- und der P-gp-Inhibition durch Ritonavir. Die gleichzeitige Anwendung von Riociguat zusammen mit Paxlovid wird nicht empfohlen (siehe Fachinformation zu Riociguat).

Ergotaminderivate

↑Dihydroergotamin, ↑Ergometrin,
​​​​​​​↑Ergotamin, ↑Methylergometrin​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Ergotaminderivaten erhöhen und ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

GI-motilitätsmodifizierende Arzneimittel

↑Cisaprid​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Erhöhte Plasmakonzentrationen von Cisaprid. Dadurch erhöht sich das Risiko schwerwiegender Herzrhythmusstörungen durch diesen Wirkstoff, weshalb die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid kontraindiziert ist (siehe Abschnitt 4.3).

Pflanzliche Zubereitungen

Johanniskraut​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist aufgrund des Risikos verringerter Plasmakonzentrationen und verminderter klinischer Wirkungen von PF-07321332 und Ritonavir kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

HMG-CoA- Reduktase-Inhibitoren

↑Atorvastatin,
Fluvastatin,
Lovastatin,
Pravastatin,
Rosuvastatin,
​​​​​​​ Simvastatin​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Bei HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren wie Lovastatin und Simvastatin, deren Metabolisierung in hohem Ausmaß von CYP3A abhängt, wird bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, eine deutlich erhöhte Plasmakonzentration erwartet. Da eine erhöhte Konzentration von Lovastatin und Simvastatin Patienten für Myopathie, einschließlich Rhabdomyolyse, prädisponieren kann, ist die Kombination dieser Arzneimittel mit Ritonavir kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Die Metabolisierung von Atorvastatin ist in geringerem Ausmaß von CYP3A abhängig. Es wurde über eine Erhöhung der Rosuvastatin- Exposition bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir berichtet, obwohl die Elimination von Rosuvastatin unabhängig von CYP3A ist. Der Mechanismus dieser Wechselwirkung ist nicht geklärt, könnte jedoch auf eine Inhibition von Transportern zurückzuführen sein. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel, sollte die kleinstmögliche Dosis von Atorvastatin oder Rosuvastatin gegeben werden. Die Metabolisierung von Pravastatin und Fluvastatin hängt nicht von CYP3A ab und Wechselwirkungen mit Ritonavir werden nicht erwartet. Ist eine Behandlung mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren angezeigt, werden Pravastatin oder Fluvastatin empfohlen.

Hormonelle Kontrazeptiva

↓Ethinylestradiol (40 %, 32 %)​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Aufgrund der Erniedrigung der Ethinylestradiol- Konzentration müssen bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, Barriere- oder andere nicht-hormonelle Methoden der Empfängnisverhütung in Betracht gezogen werden. Ritonavir kann das Blutungsverhalten ändern und reduziert die Wirksamkeit östrogenhaltiger Kontrazeptiva.

Immunsuppressiva

↑Ciclosporin,
↑Tacrolimus,
​​​​​​​↑Everolimus​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel, hemmt CYP3A4, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Ciclosporin, Tacrolimus oder Everolimus erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Ritonavir wird empfohlen.

Lipidsenker

↑Lomitapid​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

CYP3A4-Inhibitoren erhöhen die Exposition von Lomitapid, wobei starke Inhibitoren die Exposition um das etwa 27-fache erhöhen. Aufgrund der CYP3A- Inhibition durch Ritonavir wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Lomitapid erwartet. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Lomitapid ist kontraindiziert (siehe Fachinformation zu Lomitapid) (siehe Abschnitt 4.3).

Phosphodiesterase (PDE-5)-Inhibitoren

↑Avanafil (13-fach, 2,4-fach)​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Avanafil und Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Phosphodiesterase (PDE-5)-Inhibitoren

↑Sildenafil (11-fach, 4-fach) ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Sildenafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion mit Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, muss mit Vorsicht erfolgen. In keinem Fall darf die Sildenafil- Dosis 25 mg in 48 Stunden überschreiten. Die gleichzeitige Anwendung von Sildenafil zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie und Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Phosphodiesterase (PDE-5)-Inhibitoren

↑Tadalafil (124 %, ↔)

Die gleichzeitige Anwendung von Tadalafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion mit Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, sollte mit Vorsicht und mit einer verringerten Dosis von nicht mehr als 10 mg alle 72 Stunden unter verstärkter Überwachung hinsichtlich Nebenwirkungen erfolgen.

Phosphodiesterase (PDE-5)-Inhibitoren

↑Vardenafil (49-fach, 13-fach)

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil und Paxlovid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sedativa/ Hypnotika

↑Clorazepat,
↑Diazepam,
↑Estazolam,
​​​​​​​↑Flurazepam ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Clorazepat, Diazepam, Estazolam und Flurazepam erhöhen und ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sedativa/ Hypnotika

↑Oral und parenteral angewendetes Midazolam

Midazolam wird weitgehend von CYP3A4 metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid kann einen erheblichen Konzentrationsanstieg von Midazolam verursachen. Es wird eine signifikant höhere Midazolam-Plasmakonzentration bei oral angewendetem Midazolam erwartet. Deshalb sollte Paxlovid nicht zusammen mit oralem Midazolam angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3), während bei der gleichzeitigen Anwendung von Paxlovid und parenteral angewendetem Midazolam Vorsicht geboten ist. Die Daten zur gleichzeitigen Anwendung von parenteralem Midazolam mit anderen Proteaseinhibitoren weisen auf einen möglichen 3- bis 4-fachen Anstieg der Midazolam-Plasmakonzentrationen hin. Falls Paxlovid gleichzeitig mit parenteralem Midazolam angewendet wird, sollte dies auf der Intensivstation (ITS) oder in einer ähnlichen Einrichtung vorgenommen werden, um eine enge klinische Überwachung und, im Falle einer Atemdepression und/ oder einer verlängerten Sedierung, geeignete medizinische Maßnahmen zu gewährleisten. Für Midazolam muss eine Dosisanpassung in Betracht gezogen werden, insbesondere dann, wenn mehr als eine Dosis Midazolam angewendet wird.

Sedativa/ Hypnotika

↑Triazolam (> 20-fach, 87 %)

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Triazolam erhöhen und ist deshalb kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sedativa/ Hypnotika

↓Pethidin (62 %, 59 %), ↑Norpethidin- Metabolit (47 %, 87 %)

Die Anwendung von Pethidin und Ritonavir ist wegen des Konzentrationsanstiegs des Metaboliten Norpethidin, der sowohl eine analgetische als auch ZNS-stimulierende Wirkung hat, kontraindiziert. Erhöhte Norpethidin- Konzentrationen erhöhen möglicherweise das Risiko für ZNS-Effekte (z. B. Krampfanfälle) (siehe Abschnitt 4.3).

Sedativa/ Hypnotika

↑Alprazolam (2,5-fach, ↔)

Der Metabolismus von Alprazolam wird nach Anwendung von Ritonavir inhibiert. Bei gleichzeitiger Anwendung von Alprazolam mit Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, ist in den ersten Tagen bis zur Induktion des Alprazolam- Metabolismus Vorsicht geboten.

Sedativa/ Hypnotika

↑Buspiron

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel, inhibiert CYP3A, und als Folge davon wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Buspiron erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Buspiron mit Ritonavir wird empfohlen.

Schlafmittel

↑Zolpidem (28 %, 22 %)

Zolpidem und Ritonavir können unter engmaschiger Überwachung auf übermäßige sedative Effekte gleichzeitig angewendet werden.

Mittel zur Raucherentwöhnung

↓Bupropion (22 %, 21 %)

Bupropion wird hauptsächlich über CYP2B6 metabolisiert. Es wird erwartet, dass es bei gleichzeitiger Anwendung von Bupropion mit wiederholten Ritonavir-Dosen zu erniedrigten Bupropion-Plasmakonzentrationen kommt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Effekte die Induktion der Bupropion-Metabolisierung widerspiegeln. Die empfohlene Bupropion-Dosis sollte jedoch nicht überschritten werden, da sich gezeigt hat, dass Ritonavir CYP2B6 in vitro inhibiert. Im Gegensatz zur Langzeit-Anwendung von Ritonavir gab es bei einer kurzzeitigen Anwendung von niedrigen Ritonavir-Dosen (zweimal täglich 200 mg für 2 Tage) keine signifikante Wechselwirkung mit Bupropion. Das lässt darauf schließen, dass der Abfall der Bupropion-Konzentration erst einige Tage nach Beginn der gleichzeitigen Anwendung mit Ritonavir einsetzt.

Steroide

Inhaliertes, injizierbares oder intranasales Fluticasonpropionat, Budesonid, Triamcinolon

Es wurden Fälle von systemischen Effekten der Kortikosteroide, einschließlich Cushing-Syndrom und Suppression der Nebennierenfunktion (die Cortisol-Plasmakonzentrationen sanken um 86 %), bei Patienten berichtet, die gleichzeitig Ritonavir und inhalatives oder intranasales Fluticasonpropionat erhalten haben. Ähnliche Wirkungen können auch bei anderen Kortikosteroiden, die über CYP3A verstoffwechselt werden (z. B. Budesonid und Triamcinolon), auftreten. Infolgedessen wird die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir, dosiert als antiretrovirales Arzneimittel oder zur Verbesserung der Pharmakokinetik, mit diesen Glucokortikoiden nicht empfohlen, es sei denn, dass der mögliche Nutzen einer Behandlung das Risiko systemischer Effekte der Kortikosteroide überwiegt. Eine Reduktion der Glukokorticoid- Dosis unter engmaschiger Überwachung der lokalen und systemischen Wirkungen oder ein Wechsel auf ein Glukokorticoid, das kein Substrat von CYP3A4 ist (z. B. Beclometason), sollten in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus kann beim Absetzen der Glukokorticoide die schrittweise Dosisreduktion über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

Steroide

↑Dexamethason

Ritonavir, dosiert zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel, hemmt CYP3A, und infolgedessen wird eine Erhöhung der Plasmakonzentration von Dexamethason erwartet. Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Dexamethason mit Ritonavir wird empfohlen.

Steroide

↑Prednisolon (28 %, 9 %)

Eine sorgfältige Überwachung der therapeutischen Wirksamkeit und der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Prednisolon mit Ritonavir wird empfohlen. Die AUC des Metaboliten Prednisolon stieg um 37 % bzw. 28 % nach 4 bzw. 14 Tagen Ritonavir-Behandlung an.

Schilddrüsenhormon-Substitutionstherapie

Levothyroxin

Nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle einer möglichen Wechselwirkung zwischen Ritonavir-haltigen Produkten und Levothyroxin berichtet. Bei Patienten, die mit Levothyroxin behandelt werden, sollte mindestens ein Monat nach Beginn und/ oder Ende der Therapie mit Ritonavir eine Überwachung der TSH (Thyreoidea- stimulierendes Hormon)-Werte erfolgen.

HINWEIS: Die hier enthaltenen Informationen sollten NICHT als Ersatz für den Rat eines entsprechend qualifizierten und zugelassenen Arztes oder eines anderen Gesundheitsdienstleisters verwendet werden. Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur zu Informationszwecken. Dieses Tool deckt möglicherweise nicht alle möglichen Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln ab. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen, können wir dafür keine Garantie übernehmen.

Abkürzungen: ATL = Alanin-Aminotransferase; AUC = Fläche unter der Kurve (area under the curve)

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